Theater TKO Köln


Theater TKO

Premiere am Mittwoch 27.12.2017 um 20 Uhr, im Theater der Keller

ZIGEUNERSCHNITZEL
Ein Doppelabend des Theater TKO
„Stecken, Stab und Stangl“ Elfriede Jelinek und "Katzenstreu“ Stefan Horvath


Am Beginn der Suchbewegung, die zu dem Theaterstück  “ZigeunerSchnitzel” führt, stehen zwei Texte. Beide setzen sich über mehrere Generationen hinweg mit dem Leiden der Roma auseinander:
In „Katzenstreu“ begegnet Horvath dem Terror des 4. Februar 1995, einem Attentat, bei dem vier Roma aus Oberwart in Österreich ihr Leben verloren. Anlässlich dieses Verbrechens schrieb Elfriede Jelinek 1996 das Theaterstück „Stecken, Stab und Stangl“. Es richtet sich nicht nur gegen die monströse Untat selbst, sondern auch gegen den medialen Umgang damit und den Chor der Trauermoderatoren.
Diese Texte verweben tatsächliche und fiktive Ereignisse zu einem dichten theatralischen Netz, an dem die Emotionen und Fantasien wie Tautropfen kondensieren.

Regie, Dramaturgie: Nada Kokotovic

Bühne: Asja Uritskaya

Kostüme: Joanna Rybacka

Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Iris Pinkepank

Es spielen: Katharina Waldau, Nedjo Osman, Zejhun Demirov
Gesprocen wird Deutsch und Romanes

Termine:

Mittwoch, 27.12.2017 – Premiere
Donnerstag, 28.12.2017
Mittwoch, 03.01.2018
Dienstag, 09.01.2018
Freitag, 12.01.2018
Montag, 26.02.2018
Dienstag, 27.02.2018

Ort: Theater der Keller, Kleingedankstr. 6, 50667 Köln um 20 Uhr

Karten: info@tko-theater.de sowie Theater der Keller 0221 / 272 20 99 - 0







Theater TKO


 Prinzessinnendramen von Elfriede Jelinek spielen wir am 26. und 28. März 2018




Theater TKO


Prinzessinnendramen von Elfriede Jelinek

am 24. und 025. Oktober

im Theater der Keller, Kleingedankstr. 6. um 20 Uhr


Eine tänzerische und musikalische Reflexion zeitaktueller Frauenidentitäten:
Sechs "Prinzessinnen", deren Tode man aus Märchen und Musik, Literatur und Medien kennt, melden sich zu Wort. Fernab ausgetretener Opfer- und Täterpfade, sind Jelineks Prinzessinnendramen eine Art Macht- und Mentalitätsgeschichte der Geschlechter, geschrieben mit schonungslosem Blick, unorthodox, bitterernst und entwaffnend selbstironisch.


Regie, Dramaturgie, Choreographie: Nada Kokotovic

Kostüme: Joanna Rybacka

Presse / Ö: Iris Pinkepank

Es spielen, tanzen: Natalie Forester, Nedjo Osman, Bibiana Jimenez,  Tuong Phuong

Regiassistenz: Marlon Demiri


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Premiere am 30.06.2017

Prinzessinnendramen von Elfriede Jelinek

weitere Termine 04.,06. July, am 01. und 02. September

im Theater der Keller, Kleingedankstr. 6. um 20 Uhr


Prinzessinnen, in ihrer mädchen- und kindhaften Zwischennatur, sind tatsächlich Untote, die die Öffentlichkeit und deren Bild eines plakativen und modischen Surrogats des Weiblichseins bekämpfen. Als Vertreterinnen der multimedialen Inszenierung von Weiblichkeit und als Emblemata der makellosen künstlichen Körperschönheit, erleben Prinzessinnen den Tod als Befreiungs- und Emanzipationszustand, in dem die Maske ihres falschen Seins ausgezogen wird, damit sie ihre wahre Identität als aktive Frauen wieder gewinnen können.

Einerseits geht es um moderne Prinzessinnen unserer Gesellschaft wie Lady Diana Spencer oder Jackie Kennedy Onassis, und andererseits geht es um mythische Prinzessinnen aus dem Panorama der Volksmärchentradition wie Schneewittchen, Dornröschen und Rosamunde. In beiden Fällen arbeiten wir mit dem Instrumentarium der Dekonstruktion, um diesen realen bzw. irrealen Gestalten eine post-moderne Dimension zu geben.

Sie werden zu emanzipierten Frauen, wenn sie ihre Stimme gegen die männliche Reduzierung des Frauseins heben und den eigenen Tod als Befreiungsmittel anrufen. Sie wollen kein leeres Werbeplakat mehr sein, sondern sprechende Wesen, die mit dem Anderen, dem Mann, ein gleichwertiges Gespräch führen, ohne aber ihre damalige, dem Mann untergeordnete Lage zu vergessen oder zu verleugnen.

Prinzessinnen sind Schlafwandler-Figuren, die zwischen Schlaf und Wache leben, und die sich an ihre Vergangenheit als mythische Archetype in dem männlichen Imaginationspanorama noch erinnern wollen, denn es ist dieser latenten immanenten Erinnerung zu verdanken, dass sie ihre Stärke als Emanzen finden können. Die gesellschaftliche bzw. männliche Karnevalisierung der Frau, d.h. das Spielen mit ihrem Körper und ihrem Bild sowie die Identifizierung mit ihren Kleidern und ihrem Aussehen, bezeichnen die weibliche Welt als "ein Schattenreich, ein unendliches Noch-Nicht und bald darauf ein Nicht-Mehr.“

Regie, Dramaturgie, Choreographie: Nada Kokotovic

Kostüme: Joanna Rybacka

Presse / Ö: Iris Pinkepank

Es spielen, tanzen: Natalie Forester, Nedjo Osman, Bibiana Jimenez, Phuong Tuong

Regiassistenz: Marlon Demiri



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"Sterben in Kroatien" nach Slavenka Drakulic Buch von Essays "Vom Krieg mitten in Europa"

In Theater der Keller am Dienstag den 18.04., am Mittwoch den 19.04. und am Donnerstag am 20.04. um 20 Uhr....


Vom Krieg mitten in Europa

„Mama, sie schießen nebenan!“ hört sie ihre Tochter in der Zagreber Wohnung gellend schreien. Und Slavenka Drakulić berichtet über diesen Krieg, wie sie vorher über den Kommunismus schrieb – genau hinschauend, leidenschaftlich mitempfindend, im Privaten das Politische entlarvend.
Ihr Buch „Sterben in Kroatien“ umfaßt fünfzehn schmale Kapitel. Sie spannen den breiten Bogen von unserer sicheren Tagesschau-Perspektive bis zu jenem weinumrankten Innenhof in Zagreb, in den die späte Nachmittagssonne fällt und der plötzlich wie eine Todesfalle aussieht. Die Schützen – Kinder, schreibt sie, aufgezogen mit „Humana“ und heute Jugendliche im Diesel-T-Shirt mit Nikes an den Füßen, Jahrgang 72 oder so, für die der Zweite Weltkrieg so weit entfernt ist wie Napoleon oder Sparta. Einer erzählt ihr ins Mikrophon, wie das ausschaut, wenn der Nachbar brennt und die Gesichtshaut schmilzt. Sie schreibt von den Kumpeln, die einen Schulfreund erschlagen und ersäufen, weil er sich vor ihnen damit gebrüstet hat, ihre Eltern, Ustaschen, abgeschlachtet zu haben.
Es sind erschreckende Geschichten, manchmal schrecklich pathetisch. Dann enthüllen sie den Blick auch auf Vom Krieg mitten in Europa die Autorin und das, was dieser Krieg in ihr anrichtet: eine tiefe Verstörung und ein quälendes Gefühl der Schuld, auf irgendeine Weise Teil dieser Katastrophe zu sein.
Ein Text änlich wie viele Berichten aus Tages Themen, Zeitungen oder personlichen Geschichten der heutiegen Kriegen.

Regie, Dramaturgie, Raum Konzept: Nada Kokotovic
Kostüme: Joanna Rybacka
Musik: Chris Jarrwtt, Gabor Lendyel
Presse / Ö: Iris Pinkepank
Es spielen:  Anne Simmering, Katharina Waldau, Nedjo Osman, Tuong Phuong


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